Arzneimittel in der Homöopathie

Es gibt ca. 2500 verschiedene Arzneimittel, die in der Homöopathie verwendet werden. Es sind hauptsächlich Pflanzen (z.B. Küchenschelle), Tiere (z.B. Bienengift) und Mineralien (z.B. Natriumchlorid).

Das erste Mittel Samuel Hahnemann`s war die Chinarinde. Ihm ist bei der Übersetzung einer Arzneimittelbeschreibung aus dem Englischen aufgefallen, dass man zur Behandlung von Malaria die Chinarinde einsetzt und er wollte herausfinden, warum diese Substanz wirkt.

Er selbst nahm etwas Chinarinde ein. Dabei beobachtet er, dass er genau die Beschwerden bekam, die die Chinarinde bei Malariapatienten heilte. Er formulierte das Ähnlichkeitsprinzip, ein Naturgesetz, das besagt, dass ein Stoff, der in der Lage ist, gewisse Symptome zu erzeugen, diese in einem Krankheitsfall auch heilen kann. (homoion = "ähnlich"; pathos = "Leiden"==> ähnliches Leiden)

Diese Beobachtung war der Grundstein zum noch heute gültigen Grundsatz der Homöopathie:

"Similia similibus curentur" (Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt).

Hahnemann und seine Kollegen beobachteten 6 Jahre lang die Wirkung vieler Substanzen und protokollierten sie sehr genau. Dann begannen sie das ÄhnlichkeitsPrinzip in der Praxis anzuwenden.
Sie behandelten erfolgreich, allerdings konnten bestimmte Substanzen nicht eingesetzt werden, da sie giftig waren. Daraufhin verdünnte Hahnemann diese Substanzen.
Er kam an den Punkt, dass die verdünnten Substanzen weniger oder gar nicht mehr wirkten.
Jetzt kam er auf die geniale Idee die Medikamente nicht nur zu verdünnen, sondern sie bei jeder Verdünnung heftigen Schüttelschlägen zu unterziehen (potenzieren).
Er erreichte damit, dass die höheren Verdünnungen nicht nur weniger giftig, sondern auch weit wirksamer waren als die Originalsubstanz.
Er beobachtete, dass bei vielen Substanzen die Heilkraft erst durch die Potenzierung freigesetzt wurde. Die Information der Substanz wird auf die Trägersubstanz (Alkohol oder Milchzucker) übertragen.
Dieses dynamisch wirkende Arzneimittel kann die Lebenskraft eines Menschen ansprechen und sie zur Selbstheilung anregen.


Es werden verschiedene Verdünnungsstufen angewandt:

C-Potenzen: Verdünnung in Schritten 1:100 (centesimal)

D-Potenzen: Verdünnung in Schritten 1:10 (dezimal)

LM-Potenzen: Verdünnung in Schritten 1:50 000

 

 

 

 

 

 

Heike Beyer

Heilpraktikerin / Homöopathin

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Heike